Raumbelegung

"Mit dem Fahrrad durch Tibet" Dia-Vortrag von Jochen Weise
Mittwoch, den 16. Januar 2019, 19:00 Uhr - 20:30 Uhr
Aller-Haus-

Der Künstler Jochen Weise aus dem Künstlerhaus Meinersen stellte seine Bilderserie VICINITY im Herbst 2018 in der ALTEN BRENNEREI des Gutshofes Langlingen aus.

Bei einem Gespräch in seiner Ausstellung erzählte er u.a. von einem Reisestipendium des Alexander- Dorner- Kreis nach Tibet, woraufhin wir ihn einluden, seinen dort entstandenen Diavortrag im Allerhaus zu halten.

Weise reiste 1987 durch Tibet auf den Spuren von Heinrich Harrer und Sven Hedin, durch deren Literatur er schon als Kind eine Affinität zu Tibet entwickelt hatte und deren altes Tibet zu dem Zeitpunkt schon durch chinesische Stadt- und Dorferneuerungen ein zweites Mal nach Maos sog. Kulturrevolution zerstört wurde.

Seine subjektiven, mit Künstleraugen gesehenen Eindrücke hat Weise in Dias festgehalten die er am 16.01.19 um 19 Uhr im Aller-Haus in Langlingen zeigen wird.

Erstes Ziel seiner Reise war Lhasa, die in 3.600 m Höhe gelegene Hauptstadt Tibets mit dem Potala Kloster, dem ehemaligen Sitz des Dalai Lama.

In Lhasa mietete er sich in eine Pilger-Pension ein und unternahm täglich Wanderungen durch die Stadt die von Pilgern, Devotionalienhändlern und Marktleuten aus allen Landesteilen bevölkert war.

Von hier aus unternahm er mühsame Wanderungen in die nähere Umgebung um schroffe Gebirgslandschaften und Klöster, Buddhafiguren, Kapitelle und Tempel in Zeichnungen und Fotografien aus ungewohnten Perspektiven festzuhalten.

Das Gefühl von Freiheit und Religiosität dass ihn angesichts der vielgestaltigen, bizarren und scheinbar unendlichen Landschaft ergriffen hat, lassen die Fotografien unmittelbar erahnen.

Den zunächst verschmähten Buttertee, das Nationalgetränk der Tibeter lernte Weise auf einer abenteuerlichen, 600 km langen Radtour durch die 3.600 m hoch gelegene tibetanische Bergwelt als Energiespender schätzen.

Die strapaziöse Radtour zu deren Begleitumständen Windhosen, Sandstürme, Hitze und Hagelschauer und Übernachtungen im Alpenschlafsack unter freiem Himmel gehörten und die über zwei 5000er Pässe führte, endete in Tashilumpo, dem ehemaligen Kloster des zweithöchsten Lama, dem Panschen Lama.

Jochen Weise zeigt in seinem Vortrag wahre Zeitdokumente tibetischer Kultur und Tradition, wie sie heute nicht mehr vorzufinden sind.

Eine kleine Ausstellung mit Bildern und Zeichnungen von seiner Reise ergänzen seinen Vortrag.